Das Institut für Technische Chemie ist in den folgenden Arbeitsgruppen organisiert:
AG Klemm, AG Estes, AG Traa und AG Dyballa.
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Die Arbeitsgruppen im Detail
AG Klemm
Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Klemm liegt in der Entwicklung und Optimierung chemischer Prozesse und heterogener Katalysatoren. Neben eher traditionellen thermokatalytischen Prozessen (z. B. selektive Oxidation von CO unter Verwendung redoxaktiver Oxide) und der Mikroreaktionstechnik liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung nachhaltiger Verfahren für die chemische Produktion sowie der Nutzbarkeit häufig vorkommender Moleküle (z. B. H2O, N2, O2), Treibhausgasen (z. B. CO2) oder nachhaltigen Rohstoffen (z. B. Biogas).
Als Teil der Stuttgarter Forschungskooperation CHEMampere verfolgen wir diese Ziele mit Hilfe der folgenden drei stromgetriebenen Reaktionstechnologien: Elektrokatalyse, Thermokatalyse unter Verwendung von widerstandsbeheizten Substraten und Plasmakatalyse.
AG Estes
In der Arbeitsgruppe Estes werden die Oberflächen von Metalloxiden mit Hilfe der Methoden aus der MHC und der Oberflächen‑organometallischen Chemie zielgerichtet modifiziert. Dies ermöglicht in Kombination mit homogenen Modell-Komplexen die Untersuchung von Struktur-Aktivitätsbeziehung in der heterogenen Katalyse. Wir benutzen diese Methoden insbesondere, um die Ursachen von Strong Metal Support Interactions (SMSIs), Hydrogen Spillover, CO2-Reduktion und Hydrogenierung, Oxygen‑evolution‑reaction (OER) und Oberflächeneffekte bei der Molekularen Heterogenen Katalyse (Adsorptions- und Einschränkungseffekte) zu untersuchen.
AG Traa
Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe von Apl. Prof. Traa liegt bei der Entwicklung von Materialien für die heterogene Katalyse und die Adsorption. Hauptsächlich werden dabei zeolithische Materialien verwendet, aber auch nanostrukturierte, mesoporöse und speziell funktionalisierte Materialien sowie Aluminiumoxide. Hauptaugenmerk sind dabei Struktur-Aktivitäts/Selektivitätsbeziehungen.
AG Dyballa
Schwerpunkt der Arbeitsgruppe von PD Dyballa liegt auf der Synthese funktionaler und oft poröser fester Materialien und ihrer Charakterisierung. Dabei sollen insbesondere Oberflächenspezies untersucht werden, die Rückschlüsse auf Reaktivität und Eigenschaften der Festkörper ermöglichen. Hauptinstrument der Arbeitsgruppe ist dabei die Anwendung fortgeschrittener Festkörper-NMR-Spektroskopie. Durch Kombination mit Infrarotspektroskopie, Diffraktion, Thermogravimetrie, Sorption und katalytischer Anwendung entsteht ein detailliertes Bild der Funktionalitäten des Festkörpers. Ziele sind die Entwicklung neuer Charakterisierungsmethoden für Festkörper, ein tieferes Verständnis adsorbierter Oberflächenspezies, sowie die Verbesserung der katalytischen Eigenschaften insbesondere für die Umsetzung von Alkoholen an Zeolithen.
Neuigkeiten des ITC
Sustainable CHEMical Production with Electricity
Universität Stuttgart beteiligt sich an eForFuel
Die Universität Stuttgart beteiligt sich an eForFuel, einer spannenden EU-finanzierten Forschung und Innovationsinitiative, die einen nachhaltigen Ersatz fossiler Brennstoffe durch Nutzung von Elektrizität und Mikroorganismen zur Umwandlung von CO2 in erneuerbare Kraftstoffe sucht.
Das ITC im SFB 1333
Seit Juli 2022 läuft die zweite Förderperiode des SFB 1333 „Molekulare, heterogene Katalyse in definierten, dirigierenden Geometrien“ an der Universität Stuttgart. Am SFB 1333 sind die Estesgruppe sowie die Klemmgruppe am ITC mit drei verschiedenen Unterprojekten beteiligt. Im Rahmen dieser Projekte wird untersucht, wie sich poröse Trägermaterialien mit definierten, dirigierenden Geometrien auf die Aktivität und Selektivität der elektrokatalytischen und thermischen CO2-Reduktion auswirken und wie diese Materialien die Präkatalysator-Assoziation beeinflussen
Ihre Ansprechpartner
Elias Klemm
Prof. Dr.-Ing.Institutsleiter
Deven Estes
Prof.Dr.Claudia Oppong Peprah
Assistenz der Institutsleitung